Dr. med. Elke Wegel

Frauenärztin in UnterschleißheimTelefon: 089 / 310 20 12

Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL)

iStock_000015203210Medium.jpgWas oft "Igel-Leistungen" genannt wird, hat nichts mit den stacheligen Tieren zu tun, sondern ist die Abkürzung für Individuelle Gesundheits-Leistungen.

Zusatzleistungen auf Wunsch

IGeL sind individuelle Leistungen, die auf Ihren Wunsch hin durch uns Ärztinnen erbracht werden (daher auch „Wunschleistungen“ genannt).

Sie gehen über das medizinisch Notwendige hinaus und stellen eine zusätzliche, sinnvolle Möglichkeit dar, etwas aktiv für die Früherkennung von Gesundheitsrisiken zu tun.

IGeL sind im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht enthalten. Das bedeutet, dass die Kassen die Kosten für diese Leistungen weder zur Krankenbehandlung noch zur Früherkennung übernehmen.

Die Kosten stellen wir Ihnen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) in Rechnung.

Umstritten? Machen Sie sich selbst ein Bild!

Die Medien berichten überwiegend kritisch, oft aber ebenso undifferenziert über diese Art von zusätzlicher Leistung. Die Stiftung Warentest hat 50 Gynäkologen einem Praxistest unterzogen und ein neutrales Fazit zu IGeL gezogen. Der Bericht stammt aus dem Heft 4/2008, ist aber unseres Erachtens immer noch aktuell.

Sie können mehr für Ihre Gesundheit tun: Nutzen Sie das erweiterte Spektrum der Gesundheitsvorsorge und bestimmen Sie selbst, was Ihnen wichtig erscheint. Unser Team wird Sie gerne beraten, welche individuellen Maßnahmen für Sie persönlich empfehlenswert sind.

Folgende IGeLeistungen bieten wir an:

Gynäkologie

  • Vaginale Ultraschalluntersuchung: Durch eine vaginale Ultraschalluntersuchung können Krankheitsverläufe beobachtet und dokumentiert werden, die Notwendigkeit eines operativen Eingriffs beurteilt werden oder die Lage von Spiralen in der Gebärmutter kontrolliert werden.
  • Ultraschall der Brustdrüse: Mit einer Ultraschalluntersuchung der Brust können Veränderungen des Brustgewebes festgestellt werden.
  • Dünnschichtzytologie (Thin-Prep-Pap-Test): Pap-Tests dienen der differenzierten Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs.
  • HPV-Test (Test auf Humane Papilloma-Viren): Humane Papillomaviren gehören zu den häufigsten Verursachern von Krebs im Genitalbereich.
  • HPV-Impfung: Das Robert-Koch-Institut empfiehlt diese Impfung Mädchen und jungen Frauen im Alter von 12 - 17 Jahren, am besten vor dem ersten Geschlechtsverkehr.
  • Immunologischer Test auf okkultes Blut im Stuhl: Ein Test auf verstecktes Blut im Stuhl (Okkultbluttest; okkult = verborgen) zählt zu den wichtigsten Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen für Darmkrebs.
  • Test auf Chlamydien (PCR): Die Chlamydieninfektion gehört zu den häufigsten, sexuell übertragenen Krankheiten. Chlamydien sind Bakterien, die vor allem beim ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden.
  • Weitere gynäkologische Leistungen:
    • HIV-Antikörper-Test
    • Beratung und Einlage eines Implanon-Stäbchens inkl. Entfernung
    • Implanon-Entfernung, falls nicht hier gelegt
    • Beratung und Einlage eines Mirena-IUS („Hormonspirale“)
    • Beratung und Einlage eines Kupfer-IUD („Kupferspirale“)
    • Gynatren-Impfung

Wechseljahre

Die Wechseljahre, das so genannte Klimakterium, sind eine Zeit großer Umstellungen. Etwa zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr kommt es nach und nach zu einem Versiegen der Eierstocksfunktion. Die Eierstöcke produzieren immer weniger Hormone (besonders Östrogen). Es kommt zu einem Hormonmangel.

Durch eine angepasste Hormonersatztherapie in den Wechseljahren können Sie diesen Erscheinungen vorbeugen. Auch pflanzliche Präparate können erwiesenermaßen Linderung bringen. Wichtig ist insbesondere ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, maßvoller sportlicher Aktivität, Vermeidung von Nikotin und einem Zuviel an Alkohol.

  • Hormonstatus (FSH, LH, Estradiol), Anti-Müller-Hormon-Bestimmung.

Labordiagnostik

Weitere folgende Tests und Untersuchungen führen wir auf Wunsch durch:

  • Hormonstatus bei Akne und chronischem Haarausfall,
  • Eisenmangel (Ferritin-Bestimmung),
  • Anti-Müller-Hormon bei Kinderwunsch zur Bestimmung der Eierstocksreserve,
  • Vitamin-D-Mangel (Vitamin D, Calcium),
  • Schilddrüsenerkrankungen (TSH),
  • Infektionen mit CMV (Cytomegalie IgG), Windpocken (Varicellen IgG) oder Ringelröteln (Parvovirus B19 IgG).
  • Knochendichtemessung: Menschen mit vermindertem Kalksalzgehalt tragen ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche.

Schwangerschaft

  • Zusätzlicher Ultraschall in der Schwangerschaft: Die gesetzlichen Krankenkassen sehen insgesamt drei Ultraschalluntersuchungen in der gesamten Schwangerschaft vor. Wenn Sie Ihr Baby häufiger sehen möchten oder sich mehr Sicherheit wünschen durch eine intensivere Betreuung, so können wir Ihnen dies gerne mit einer Ultraschalluntersuchung zu jedem Untersuchungstermin anbieten oder einzeln bei Bedarf.
  • 3D-Ultraschall/4D-Ultraschall Ihres Babys: Durch die dreidimensionale Darstellung Ihres Babys erhalten Sie eine plastischere Vorstellung von Ihrem Kind. Zudem können Sie gleichzeitig seine Bewegungen oder sogar Gesichtsausdrücke verfolgen. Zusätzliche Informationen bezüglich Missbildungen sind den Spezialisten vorbehalten. Wir wollen Ihnen mit dieser Untersuchung mehr Freude an Ihrem Kind während der Schwangerschaft bieten.
  • Nackenfaltenmessung (Ersttrimester-Screening): Im ersten Drittel der Schwangerschaft, zwischen der 12. und 14. Schwangerschaftswoche (also 11+0 bis 13+6 SSW), kann die fetale Nackentransparenz beurteilt werden. Dabei wird ein Flüssigkeitssaum in den Nackenhäuten gemessen, der gewisse Grenzen nicht überschreiten darf. Zusätzlich werden im Blut der Schwangeren die Konzentrationen von zwei Hormonen (PAPP-A und freies Beta-HCG) bestimmt, die bei kranken und gesunden Kindern in verschiedenen Konzentrationen vorliegen. Aus diesen Werten wird für die Schwangere ein individuelles Risiko für das Vorliegen eines Down-Syndroms (Trisomie 21) bzw. weiterer Veränderungen des Erbgutes berechnet. Mit dieser Methode lässt sich eine Entdeckungsrate für das Down-Syndrom von 85-90 % erreichen, bei einer falsch-positiven Rate von 3,5 %.
  • B-Streptokokken-Test
  • Test auf Toxoplasmose
  • Infektions-Screening